Lieblingsprojekte

...es gibt immer etwas zu tun.

Zusatzbett im Carthago chic c-line i4.8

In meinem Carthago von 2012 gab es nur die beiden Längsbetten hinten und kein Hubbett. Es gab wohl mal ab Werk die Option, einen absenkbaren Tisch und ein Zusatzpolster zu bestellen, um ein drittes Bett zu bauen. Beides hatte ich nicht... also auf die Suche, was hier wohl passt.

Per facebook marketplace habe ich die Zusatzpolster in fabrikneuem Originalzustand gefunden für 150 €. Aber absenkbaren Ersatz zu finden für das fixe Ilse-Tischbein war etwas komplizierter - mangels zuverlässiger Informationen. Mit etwas Risiko habe ich von Reimo (ArtNr 57119) das höhenverstellbare Ilse-Tischbein Modell Nr 5946 A08 gekauft.

Die alte Säule hat den Drehpunkt unter der Tischplatte, die silberne Bodenplatte ist mit 4 Schrauben undrehbar fixiert. Die neue Säule hat den Drehpunkt am Fuss zwischen einer kleineren schwarzen Grundplatte und der silbernen Bodenplatte mit einer Zentralschraube. Das Lochmass zum Boden hin stimmt am neuen Fuss nicht mit meinem überein.

Ich habe die alte Bodenplatte an den 4 Schrauben vom Bein getrennt und ihr eine Mittelbohrung verpasst. Dadurch konnte ich sie mit der Bodenplatte der neuen Säule ersetzen.

Die Zentralschraube der Bodeplatte der neuen Säule hat einen kleinen Schweisspunkt als Öffnungssicherung. Dieser hat das Gewinde ein wenig geschlissen beim kraftvollen entfernen. Ich musste das Gewinde nachschneiden.

Die alte Platte mit dem neuen Loch habe ich dann an das neue Tischbein geschraubt, wobei ich die zentrale Schraube nun mit einem Sicherungsmittel lock tight gesichert habe. Zwischen den beiden Platten liegt ausserdem eine Kunststoffscheibe, die ich leicht gefettet habe für geschmeidige Drehbewegungen.

Ilse Tischbein eingebaut
3. Bett eingerichtet

Wasser läuft schlecht ab im Wohnmobil

In meinem Mobil läuft das Wasser sehr schlecht ab aus den Becken. Nach einigen Recherchen zur Strömungslehre kann ich mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass in den engen Abläufen im Wohnmobil das abzulassende Wasser wie ein Propfen in viel zu engen Ausgüssen und Ablaufschläuchen staut. Zumindest in meinem Fall scheint einfach nur ausreichende Luftzufuhr vor dem Ablaufschlauch zu fehlen, um den Staudruck aufzulösen.

Waschbecken zuhause verbinden den Überlaufausschnitt direkt unter dem Auslass mit der Aussenluft - was im Wohnmobil fehlt. Offenbar gibt es den SHR Hydraulik Sekundärluftring - ein Kunstoffring aus dem 3-D Drucker mit Luftanschluss, der zwischen Ausguss und Syphon gesetzt wird. Der Preis: etwa um 30 €.

  Mal sehen, ob es auch DIY geht...

Radio-Empfang im Wohnmobil

Wohnmobile haben oft einen schlechten Radio-Empfang. Sogar Neufahrzeuge leiden manchmal darunter. Es gibt viele Gründe dafür: schlechter Montage-Ort, fehlender metallischer Gegenpol, schlechte Masse-Verbindung...

Zum Empfang elektro-magnetischer Wellen braucht man eine Antenne. Die Antenne muss einen metallischen Gegenpol haben. Antennenlänge und Gegenpol-Fläche müssen in einem Mindestverhältnis zur Wellenlänge stehen (Lambda/4). Der Montage-Ort sollte am höchsten Punkt liegen, um Abschattungen der Wellen bei Kurvenfahrt zu vermeiden. Mittig auf einem Blechdach wäre perfekt.

Ein Viertel der Wellenlänge (Lambda/4) bedeutet bei UKW etwa 75 cm, bei DAB+ etwa 35 cm an Antennenlänge und Seitenlängen des metallischen Gegenpols. Der Gegenpol muss nicht vollflächig sein. Lochblech oder Blechkreuz funktionieren ebenso. Er darf aus (Edel-)Stahl, Blech oder Aluminium sein. Bis hierher benötigt man keine elektrische Verbindung zur Fahrzeugmasse (Minus-Pol Klemme 31).

Kombi-Antennen oder Kurzstummel (Haifisch Antennen) verwenden zum Ausgleich mangelnder Länge einen Antennenverstärker. Solche aktiven Antennen erkennt man am Plus-Kabel (Plus-Pol Klemme 15, 30 oder idealerweise 42 am Radio) der Anschlüsse. Jetzt benötigt man zwingend auch eine stabile Masse-Verbindung (Minus-Pol Klemme 31).

Kennt man diese Voraussetzungen, erkennt man schnell, dass kleine, auf Glas aufgeklebte Scheibenantennen nur ein schlechter Kompromiss sein können. Stabantennen am vorderen Scheibenholm oder Kotflügel von Teilintegrierten können immer noch stark abgeschattet werden bei Kurvenfahrt - abhängig vom Aufbaumaterial. Selbst Produktionsfehler bei der Masse-Verbindung solcher Holm-Antennen sind bekannt.

Mein Vollintegrierter hat einen GFK Sandwich Aufbau. Für optimalen DAB+ Empfang habe ich mich für eine Dachantenne entschieden.

metallischer Gegenpol

Alu-Platte für's Dach

Als Gegenpol habe ich mir von Blechladen Dinhard ein 2 mm Alublech mit weissem Anstrich im Hutprofil nach meinen Wünschen biegen lassen. Die erhabene Grundfläche ist 38x38 cm. Darauf mittig ist eine aktive Kurzstab-Antenne montiert.

Vorne angeschrägt im 135°-Winkel im Fahrtwind und hinten 5 Löcher gegen Winddruck unter der Platte. Anschlüsse sauber in einem IP65 dichten Kasten verstaut.

Antennen-Anschlüsse

Anschlüsse

Da es sich um eine aktive Antenne handelt, hatte ich folgende Anschlüsse zu verlegen - im Bild von oben nach unten:

  • Minus-Pol Klemme 31
  • Plus-Pol Klemme 42 Antennen-Speisung Radio
  • DAB+ Kabel
  • FM Kabel

Das elektrische Minus (31) liegt direkt am Schraubfuss der Antenne an.

Der 12V-Anschluss an der Antennen-Speisung des Radios hat den Vorteil, dass sicher 12V anliegen, sowohl während der Fahrt (auf Zündung), als auch im Stand (über Aufbau), ohne zu Standzeiten die Batterien leerzusaugen.

Dachmontage

Dachmontage

Antenne und Kabeldurchführung habe ich hinter dem Fahrerhaus mit Sikaflex 554 aufgeklebt. Nicht sichtbar ist ein schmaler Kabelkanal, der dicht hinter der eloxierten Dachschiene verklebt ist und die Kabel von der Verteilerbox bis zur Dachdurchführung sicher und windfest verwahrt.

Sikaflex 554 ist speziell für diese Montagen gemacht und ist nach etwa 24 Stunden formstabil. Dauerhaft hochfest ohne spröde Härte wird nach 48 Stunden erreicht.


Nun geniesse ich perfekten Radioempfang auf allen Kanälen

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